Forschung

Kriminologische Forschung

kriminologie klein

 

» Soziale Kontrolle und Gesellschaft  |  Securitization


» Lehrbuch "Kriminologie. Eine Grundlegung"


» Herausgeberschaften "Neue Kriminalpolitik" & "Kriminologisches Journal"


» Studienbuch "Interdisziplinäre Rechtsforschung. Eine Einführung"


 

Neben den gesondert aufgeführten Drittmittelprojekten werden am Lehrstuhl in der Kriminologie u.a. die folgenden Projekte betrieben und Themenbereiche beforscht.

 

 

Soziale Kontrolle und Gesellschaft  |  Securitization

Ein zentraler und kontinuierlicher Schwerpunkt der kriminologischen Forschung am Lehrstuhl betrifft die Rolle, Bedeutung und Entwicklung sozialer Kontrolle in der Gesellschaft. Im Zentrum von Buchveröffentlichungen, Aufsätzen und Vorträgen hierzu stehen einerseits neuere Formen sozialer Kontrolle, wie etwa Predictive Policing und präventive Überwachung. Andererseits wird der grundlegende Wandel sozialer Kontrolle im Angesicht gesellschaftlicher Veränderungen beforscht. Hierzu gehören eine weitergehende Präventionsorientierung und eine massiv zunehmende Bedeutung individueller Sicherheit, die etwa unter den Begriffen Versicherheitlichung bzw. Securitization und Sicherheitsgesellschaft diskutiert werden. Die Auswirkungen dessen zeigen sich innerhalb des Strafrechts, schlagen sich aber auch in einer zunehmenden Bedeutung außerstrafrechtlicher Formen sozialer Kontrolle nieder. 

 

 

Lehrbuch "Kriminologie. Eine Grundlegung"

lehrbuchGemeinsam mit Karl-Ludwig Kunz hat Tobias Singelnstein 2016 eine vollständig überarbeitete 7. Auflage des von Karl-Ludwig Kunz begründeten Lehrbuches „Kriminologie“ vorgelegt und wird dieses in Zukunft fortführen. Die Neuauflage bietet eine grundlegend überarbeitete Fassung des seit 1994 bewährten Lehrbuches. Die Darstellung wurde komplett neu strukturiert, um neue Kapitel erweitert und durchgehend auf den aktuellen Stand der Forschung gebracht. Wie in den Vorauflagen stellt das Lehrbuch die zentralen kriminologischen Themen von Grund auf und mit Tiefgang dar. Es bietet eine sehr gut verständliche Einführung in das Fach, die zum eigenen Nachdenken anregt, sich aber ebenso hervorragend als Quelle für Wissenschaft und Praxis eignet.

 

 

Herausgeberschaften "Neue Kriminalpolitik" & "Kriminologisches Journal", Schriftenreihe

neue kriminalpolitikkrimj
Tobias Singelnstein ist Mitherausgeber der Fachzeitschriften „Neue Kriminalpolitik“ und „Kriminologisches Journal“. Die „Neue Kriminalpolitik“ (NK) bietet ein Forum für alle Disziplinen der Kriminalwissenschaften, Recht und Praxis. Sie setzt neue Impulse und bietet Forum für eine interdisziplinäre Diskussion, die unter Einbeziehung ausländischer Erfahrungen über den eigenen Tellerrand hinausschaut. Das „Kriminologische Journal“ (KrimJ) ist eine vierteljährlich erscheinende wissenschaftliche Fachzeitschrift, die in Form von Artikeln, Diskussionsbeiträgen, Praxis- und Forschungsberichten über kriminologische Theorie und Praxis informiert. Der thematische Schwerpunkt liegt auf kritischen Auseinandersetzungen mit den Strukturen und Maßnahmen sozialer Kontrollinstanzen.
Darüber hinaus gibt Tobias Singelnstein zusammen mit Dirk Fabricius und Jens Dallmeyer im LIT-Verlag die Schriftenreihe „Studien zu Kriminalität - Recht - Psyche" heraus.

 

 

Studienbuch "Interdisziplinäre Rechtsforschung. Eine Einführung"

Der in Vorbereitung befindliche Sammelband, den Tobias Singelnstein zusammen mit Christian Boulanger und Julika Rosenstock im Verlag SpringerVS herausgibt, wird eine grundlegende Einführung in das Feld der interdisziplinären Rechtsforschung bieten, das sich – im Anschluss an die im angelsächsischen Raum schon etablierten Socio-legal Studies und die Law and Society-Forschung – im deutschsprachigen Raum erst zu konstituieren beginnt. Zu diesem Zweck erschließen in dem Band ExpertInnen in 15 Beiträgen theoretische, methodische und inhaltliche Grundlinien des Feldes. Die LeserInnen sollen so einerseits einen fundierten Überblick im Sinne einer Bestandsaufnahme erhalten; andererseits sollen zentrale Fragestellungen zukünftiger Forschungen und damit Perspektiven des Feldes skizziert werden. Das Werk ergänzt die vorhandene Literatur an rechtssoziologischen Einführungen, deckt darüber hinaus aber auch die bisher noch kaum erschlossenen Bereiche der Rechtsforschung in den Sozialwissenschaften ab.